Des narrische Bild
Endlich kann man lästern und den anderen ihr Süppchen verwässern. Merkel und Co. kriegen endlich eine auf´s Dach, wer hätt´s gedacht. Verdient haben´s allesamt Politiker und vor allem Bänker, denn die werden nicht ärmer und net kränker. Nur Du, du armer Säckel, kannst net sagen Cash in mei Täschel. Drum hau auf den Putz, mach los die Wutz, feier das die Wände wackeln, so lange mer noch zappeln. Verzier dei Wohnung total verrückt, dann ist jeder Partygast entzückt. Fliesenaufkleber, Wandtattoos und auch Sticker, Leinwandbilder jetzt werd´s wilder. Mit einer schönen Frau als Fotapete, jetzt kannscht bloß noch bete, wenn des die bessere Hälfte sieht, hängt der Haussegen schief. Do stehtse schon mit Lockenwickel und ach noch im Schürzenkittel, mit der Bratpfanne in der Hand, jezt kleb ich an der Wand. Da fällt mir ein, mein Schatz das könnte Deine Silhouette sein. Na, ja vergleicht man Bild mit Original, dazwischen liegen hundert Jahr. Damals war sie noch jung, schön und knackig heut ist sie nur noch zackig. Einen Trumpf der fällt mir noch ein, der muss in der hintersten Schrankecke sein. Ein Wandaufkleber, der zeigt sie als heißer Feger, wie sie tanzt mit dem Schornsteinfeger. Damals war ich scharf auf diese Frau, doch heute ist alles nur noch mau. Mein Blick wandert zur Tapete, ne was ist das für ne Schöne. Mit den Kurven an der richtigen Stelle, erlebt Mann so manche Welle. Gerade bin ich am Träumen, mein Blut fängt an zu schäumen und mir wird warm. Ich höre von der Ferne ihre liebliche Stimme, Hans-Dieter kommst Du mal ins Zimmer. Da steht Gerda in voller Pracht, hätt ich doch besser die Augen zu gemacht. Ich glaub mich tritt ein Pferd, ich mach die Tür zu, denn das ist es nicht wert. Ein Pyama rosafarben, denn soll ich tragen. Ich geh zu meiner Tapete an der Wand, denn da häng ich dran.